VfB Stuttgart ist in aller Munde

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Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Die überraschend starken Auftritte des Bundesligisten aus Stuttgart in der aktuellen Spielzeit haben auch ihre Auswirkungen auf die Außendarstellung des 1893 als Verein für Bewegungsspiele (VfB) gegründeten Zusammenschlusses. Gleich zweimal zeigten sich am vergangenen Wochenende Protagonisten des Clubs aus Bad Cannstatt im Fernsehen: Sportdirektor Fabian Wohlgemuth im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF sowie Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle beim „Doppelpass“ von „Sport 1“. Sie sind neben dem Trainer Sebastian Hoeneß die Motoren des momentanen VfB-Erfolgs.

Sieht den VfB Stuttgart auf einem guten Weg:
Das meint der Chronist der Lippstädter BVB-Freunde, Hans Zaremba, in seinen Betrachtungen zum 25. Spieltag in der aktuellen Bundesligasaison.

Stuttgart

Es ist auch das Verdienst der zwei erwähnten Verantwortlichen in Stuttgart, den erst im April 2023 an den Neckar gekommenen Übungsleiter bis in den Sommer 2027 an die Schwaben zu binden. Für beide Seiten definitiv eine gute Entscheidung. Durch ihr kontrolliertes Heimspiel gegen Union Berlin sicherte sich der VfB seine Chancen für die Teilnahme an der Champions League in 2024/25. Eine beachtliche Entwicklung des Vereins, der noch zum Abschluss der 60. Auflage der Bundesliga für den Erhalt seines Platzes im Oberhaus im Juni 2023 noch die Relegation gegen den Hamburger SV (3:1 und 3:0) zu bestreiten hatte.

Dortmund

Während die Stuttgarter infolge ihrer bisher konstanten Leistungen durchaus berechtigt auf einen Start in der europäischen Königsklasse in 2024/25 blicken können, ist die Situation für die Dortmunder schon kniffliger. Freilich haben sie mit dem 2:1 bei Werder Bremen einen wichtigen Schritt getan. Der Dreier an der Weser hat zweifellos das BVB-Selbstvertrauen gestärkt, zumal dieser Sieg trotz der roten Karte zur Pause für Marcel Sabitzer erreicht wurde. Mit ihren Fans von den Lippstädter „Optimisten“ schaut gewiss auch der in letzten Monaten nicht nur von der Chefetage in Dortmund kritisch betrachtete schwarz-gelbe Coach Edin Terzic gespannt auf die anstehende Partie gegen die Frankfurter Sportgemeinde Eintracht. Dies auch vor dem Hintergrund, weil die Leipziger durch ihr 2:0 über die Darmstädter weiterhin ein hartnäckiger Konkurrent für die Dortmunder Erwartungen bleiben.

München

Es bedurfte offensichtlich die für das Ende der Saison angekündigte Trennung vom umstrittenen Sportlehrer Thomas Tuchel, um einen Aufwärtstrend beim Münchener Branchenführer zu bewirken. Nach dem unterhalb der Woche im Europapokal gegen Lazio Rom erzielten 3:0 mit dem Einzug in das Viertelfinale der Champions League folgte beim 8:1 gegen den FSV Mainz 05 in der Bundesliga ein auffallendes Torspektakel. Doch angesichts der gegenwärtig beständigen Erfolge von Leverkusen – am 25. Spieltag holte die Werksauswahl ihrem 2:0 über Wolfsburg erneut drei Punkte – werden die Bayern den Spitzenreiter auf seinem Kurs zur deutschen Meisterschaft kaum noch überholen können.

Köln

Ähnlich kompliziert wie das Verlangen von Bayern München auf eine Titelverteidigung ist, bleibt auch das  Ansinnen des Effzeh aus Köln, den bitteren Weg ins Unterhaus zu vermeiden. Für die Moral der Domstädter war das 3:3 im 98. Bundesligaderby mit dem alten Rivalen Borussia Mönchengladbach fraglos eine Festigung. Mehr jedoch nicht. Denn der Abstand zu den rettenden Rängen ist nach 25 Durchgängen mit einem Abstand von sieben Punkten gegenüber dem VfL Bochum, Union Berlin und dem VfL Wolfsburg recht groß. Das werden auch die Geißböcke mit Timo Schultz als ihren Betreuer wissen. Allenfalls bleibt Köln noch die Relegation, um den wiederholten Fall in die Zweitklassigkeit abwenden zu können.