Stuttgart führt die Tabelle an

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Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

60 Jahre nach dem allerersten Spiel in der Bundesliga im August 1963 hat sie ihre 61. Auflage gestartet. Nicht dabei sind in 2023/24 ihre Mitbegründer und Zuschauermagneten Hamburger SV und der FC Schalke 04, die gegenwärtig eine Rückkehr ins Oberhaus anstreben. Dafür haben sich mit dem SV Darmstadt 98 und dem 1. FC Heidenheim zwei Clubs für die Beletage qualifiziert, die zu den Fußball-Unterdogs zählen und zu ihren Auswärtspartien nur wenige ihrer Anhänger mitbringen dürften. Auch in der jetzt begonnenen Saison wird Lippstadt am Sonntag mit wöchentlichen Kommentaren die Begebenheiten rund um die Bundesliga begleiten. Ebenso werden diese Anmerkungen im Internet unter www.optimisten-lippstadt,de und www.HansZaremba.de zu finden sein.

Begleitet auch in der Saison 2023/24 die Bundesliga mit seinen kritischen Anmerkungen:
Hans Zaremba, Chronist der Lippstädter BVB-Freunde von den OPTIMISTEN.

München

Während der Titelverteidiger eine Woche zuvor vor heimischem Publikum im Supercup gegen Leipzig noch eine klare Niederlage von 0:3 hinnehmen musste, ließen die Münchener beim Bundesligaauftakt in Bremen mit ihrem 4:0 aufhorchen. Was bedeutet dieser Sieg für die Bayern? Gewiss konnten sie damit ihre schlechte Laune nach der Schlappe aus dem Match mit den Brausemännern übertünchen. Aber Werder zählt nicht zu den Favoriten auf einen Rang für die europäischen Ränge, wird sich vermutlich wieder im Abstiegskampf befinden. Somit muss der Dreier des Branchenführers niemandem in der Elite-Liga in Sorge versetzen. Viel wird für die Bayern in der aktuellen Runde davon abhängen, was Harry Kane bewirken kann, der für eine Ablöse von über einhundert Millionen Euro von der Themse an die Isar gewechselt ist. Sollte der Kapitän der englischen Nationalelf nicht der große Wurf der Bayern werden, dann könnte für den erst in diesem Frühjahr geholten Trainer Thomas Tuchel schon bald ein anderer Übungsleiter an der Säbener Straße das Zepter schwingen.

Dortmund

Dank des späten und glücklichen Tors von Donyell Malen in der 88. Minute gewann Borussia Dortmund eine Begegnung, die mit diesem knappen Resultat ebenso für den Effzeh hätte enden können. Fraglos waren die Erwartungen der schwarz-gelben Fans im einstigen Westfalenstadion – unter ihnen auch eine starke Anzahl von den „Optimisten“ aus Lippstadt – groß, was angesichts der Ende Mai verpatzten Meisterschaft begreiflich ist. Nach dem Abpfiff gestand der Coach des BVB, Edin Terzic, zutreffend ein: „Wir sind unzufrieden heute, wir haben kein gutes Spiel gemacht. Wir haben viel gesehen, was uns nicht gefallen hat.“ Die Kölner wirkten bei ihren wesentlich geringeren spielerischen Möglichkeiten gut eingestellt, dagegen hatte der Vizemeister noch zu viele Baustellen bei seinen Zugängen Ramy Bensebaini, Marcel Sabitzer und Felix Nmecha zu verzeichnen. Überdies blieb Sébastien  Haller im Treffen mit den Geißböcken mehr oder weniger unsichtbar. Dies alles muss Dortmund geschwind abstellen, wenn man mit den Bayern von Anfang an Schritt halten will.

Bochum

Der zweite westfälische Bundesligist, VfL Bochum, legte beim VfB Stuttgart eine grauenhafte Darbietung hin. Keine Ideen im Aufbau, kein Wille zum Zweikampf, keine Chance: So erlebten die Männer aus der vom Musiker Herbert Grönemeyer gehuldigten Stadt in Bad Cannstatt ein Debakel. Keineswegs hatte der Thomas Letsch formierte VfL die eine Woche zuvor in Bielefeld erlittene Pokal-Pleite mit dem dort verlorenen Elferduell überwunden. Durch ihr 5:0 eroberten die Schwaben beim Bundesliga-Neustart die Tabellenspitze, was mit Blick auf München, Dortmund und Leipzig lediglich eine kurze Momentaufnahme sein dürfte.

Heidenheim

Die Premiere des 1. FC Heidenheim in der Fußball-Bundesliga ging daneben. Das Heidenheimer Team Frank Schmidt, der seit fast 16 Jahren den Südwest-Club trainiert, zeigte beim 0:2 in Wolfsburg zwar einen bemühten Auftritt. Doch der 57. Club in Liga-Historie wirkte beim Debüt defensiv überfordert und spielte offensiv wirkungslos. Nicht von ungefähr sehen etliche Fachleute die Equipe aus Baden-Württemberg als einen möglichen Absteiger.

Darmstadt

Mit einer Niederlage endete auch für den zweiten Aufsteiger, dem SV Darmstadt 98, bei Eintracht Frankfurt der Auftritt im Oberhaus. Der Bundesliga-Rückkehrer musste sich bei seinem dritten Comeback mit 0:1 geschlagen geben. So stehen die Sportgemeinde erst mal auf der achten Position (drei Punkte) und die Lilien ohne Zähler auf dem 14. Tabellenrang.