Ausblick auf den BVB gegen Frankfurt
Durchaus möglich, dass die Tore am Sonntag etwas später fallen. Seitdem Tamas Hajnal beim BVB unter Vertrag steht, erzielten die Borussen gegen Frankfurt keinen Treffer, bei dem der Ungar nicht seine Füße im Spiel gehabt hätte. Doch Jürgen Klopp plant nicht mit Hajnal, zumindest nicht von Beginn an.
Tamas Hajnal
Und dafür gibt es gute und wesentlich gewichtigere Gründe als eine Statistik, die besagt, dass Tamas Hajnal sechs der letzten sieben BVB-Tore gegen die Hessen vorbereitet und das siebte selbst geschossen hat. ‚Vielleicht sollte ich bei solchen Zahlen nochmal umdenken‘, meinte Klopp schmunzelnd. Er bescheinigt seinem Spielmacher zwar ‚deutlich weiter‘ zu sein als noch vor zwei, drei Wochen, er attestiert ihm ‚in Teilbereichen eine gute Verfassung‘, sagt aber auch: ‚Ihm fehlt noch die Wettkampfhärte.‘ Die erlangt man über Einsätze, aber nicht von Beginn an (‚Damit würden wir ihm keinen Gefallen tun‘), sondern dosiert und ‚möglicherweise etwas länger als in Stuttgart‘.
Jakub Blaszczykowski
Der BVB beginnt also ohne Tamas Hajnal – und vermutlich auch ohne Jakub ‚Kuba‘ Blaszczykowski. Klopp hofft zwar, ‚dass es bei ihm doch noch irgendwie geht‘, doch eine Adduktorenzerrung wird einen Einsatz des Sprinters wohl nicht zulassen. Eine von mehreren denkbaren Varianten ist das Blitz-Comeback von Mohamed Zidan, der zuletzt am 20. Dezember beim BVB trainierte, ehe die Nationalmannschaft rief. Klopp: ‚Er wird dort nicht weniger hart trainiert haben als dies bei uns der Fall gewesen wäre.‘
Lucas Barrios
Auf die angeschlagenen Lucas Barrios (abermals ‚Pferdekuss‘ am Oberschenkel, Trainingspause am Mittwoch und Donnerstag) und Felipe Santana wird der Cheftrainer zurückgreifen können im Spiel gegen die Eintracht, ‚die sich in einer nicht unähnlichen Situation befindet. Sie spielt eine gute Saison, hat das letzte Spiel verloren und will zurückfinden in die Spur.‘ Zusätzliche Brisanz sieht Klopp in der Rückkehr von Michael Skibbe und Eddie Boekamp: ‚Zwei Dortmunder Urgesteine, die hier natürlich gewinnen wollen.
Der BVB will siegen
‚Siegen aber will auch der BVB. Am Donnerstag gab’s eine ausführliche Nachbesprechung der Stuttgart-Partie und die Erkenntnis: ‚Der VfB hatte 60 Minuten lang mehr Zug in seinen Aktionen. Diesen Anspruch wollen wir diesmal wieder für uns erheben. Dazu brauchen wir die Hilfe des Publikums.‘
Boris Rupert