Verurteilung abstoßender Handlungen

Verurteilung abstoßender Handlungen

Oliver Weiß
Vorsitzender des BVB-Fanclubs Lippstadt e.V., OPTIMISTEN

Die vielen abstoßenden Handlungen in den letzten Wochen von sogenannten Fußballfans in den deutschen Stadien verurteilen wir – die Lippstädter BVB-Freunde von den OPTIMISTEN – auf das Schärfste. Wir lassen uns diesen schönen Sport nicht durch die Ultras kaputt machen. Wir können durchaus unterschiedliche Meinungen zu anderen Vereinen und Personen haben, aber bei Beleidigungen, Diskriminierungen, Drohungen und Sachbeschädigungen hört jedes Verständnis auf. Das scheußliche Verhalten der unbelehrbaren Chaoten muss durch tiefgreifende Maßnahmen der Verantwortlichen des DFB und DFL beantwortet werden. Die Auslassungen („Die ganze Bundesliga, die DFL und der DFB müssen zusammenstehen und gegen diese Chaoten vorgehen“) des Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, nach den jüngsten Vorfällen in der Arena der TSG 1899 Hoffenheim am letzten Februar-Samstag finden unsere volle Zustimmung.

Bei allen Vorbehalten gegenüber Dietmar Hopp, Mitgründer des Softwareunternehmens SAP und Mäzen des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim, ist zu bedenken, dass er ein engagierter Unterstützer vielfältiger Objekte ist. Es ist nicht nur seine Förderung für den Dorfverein aus Kraichgau, die eng mit dem Unternehmer verbunden ist. Die nach ihm benannte milliardenschwere Stiftung baut Spielplätze, sie investiert auch in die Krebsstiftung und den Klimaschutz. Nach Presseverlautbarungen soll er stets seine Steuern in Deutschland gezahlt haben.

Die in den letzten Wochen in den Bundesliga-Spielstätten verstärkt registrierten und nicht zu versteckenden Klagen zu etlichen kritikwürdigen Zuständen im deutschen Berufsfußball hat sich jedoch nicht gegen eine Einzelperson zu richten. Die nachhaltige Verärgerung vieler echter Fußballfreunde haben jene Funktionäre verursacht, die unter anderem bei Umgehung der „50+1“-Regel eine Verzerrung des Wettbewerbs in der Bundesliga zulassen und aus rein kommerziellen Gründen eine Zerklüftung der Bundesligaspieltage (von Freitagabend über den Samstag und Sonntag bis zum Montagabend) ihre Zustimmung gegeben haben. Ihre Entscheidungen sind gewiss zu beanstanden, aber mit den üblichen demokratischen Mitteln.