Pech für Paderborn an der Isar

Pech für Paderborn an der Isar

Borussia Dortmund hat sich deutlich gesteigert: Dies betont der Chronist der Lippstädter BVB-Freunde, Hans Zaremba, in seinem Bundesligakommentar zur Lage an der Spitze nach dem 23. Spieltag.

Die Lage an der Spitze nach dem 23. Spieltag: München schafft nur mühsam einen Arbeitssieg gegen den Tabellenletzten aus Paderborn, Leipzig festigt im Schongang bei Schalke seine Rolle als Herausforderer des Titelverteidigers, Dortmund jammert trotz des Dreiers in Bremen über die liegengelassenen Punkte aus der Vorrunde und Mönchengladbach verbummelt einen erzielbaren Erfolg im Vergleich mit Hoffenheim.

Paderborn
Dem SC Paderborn 07 fehlten beim FC Bayern München nur wenige Minuten zum sensationellen Punktgewinn. Die Fahrt der Domstädter aus dem Hochstift mit ihren rund 3.000 Fans in die Fröttmaninger Arena war zwar für ihren Tabellenplatz nutzlos, aber die Blau-Schwarzen haben sich an der Isar gut verkauft. Umso deprimierender war für sie das Pech mit dem dritten Gegentor kurz vor dem Abpfiff. Beim schmucklosen Erfolg gegen die Westfalen erprobte Hansi Flick gezwungen eine Dreierkette. Doch der Coach des Meisters musste bei diesem Versuch erkennen, wie anfällig solche B-Lösungen in der Defensive sind.

Gelsenkirchen
Was in der Hinrunde noch recht erfolgversprechend aussah, hat sich beim Vorortverein aus Gelsenkirchen nach der Weihnachtspause gründlich ins Gegenteil verkehrt. Nun warten die Schalker zur Verdrossenheit ihrer Fans in Lippstadt („Graf Bernhard“) und in Wadersloh („Füchse“) schon seit Spielen auf einen Ertrag. Bei ihrer Klatsche gegen Leipzig (0:5 vor heimischer Kulisse) blieben sie erneut erschreckend harmlos. Die Crew von David Wagner spielte zu behäbig und durchsichtig. Ihr droht ein Abgleiten von den internationalen Rängen.

Dortmund
Es war eine gute Woche für Borussia Dortmund. Drei Siege (4:0 gegen Frankfurt, 2:1 im europäischen Vergleich mit Paris und 2:0 in Bremen) haben die Begeisterung bei den Anhängern der Schwarz-Gelben – auch bei den „Optimisten“ in Lippstadt  – deutlich gesteigert. Wäre die von Lucien Favre betreute Mannschaft so überzeugend auch in Vorrunde aufgetreten, würde sie durchaus um den deutschen Meistertitel mitspielen. Ob sie allerdings jetzt noch eine Chance hat, das vom Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke propagierte Ziel zu erlangen, muss jedoch angesichts der Kontinuität der Münchener und Leipziger bezweifelt werden. Für Werder Bremen wird es dagegen immer schwerer, im Oberhaus zu verbleiben. Das 0:2 gegen Dortmund war die sechste Heimpleite in der Bundesliga nacheinander. So schlecht waren die Norddeutschen im Weserstadion noch nie.

Mönchengladbach
Mit dem 1:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim hat Borussia Mönchengladbach im Wettstreit um die Champions-League-Plätze einen bitteren Rückschlag einstecken müssen. Die Fohlen, die im eigenen Stadion damit die ersten Punktverluste seit fast einem halben Jahr hinnehmen mussten, liegen nun sechs Zähler hinter dem Primus aus München. Sie haben aber noch am 11. März das ausgefallene Derby mit Köln in der Hinterhand. Doch für die Schale dürfte es nicht mehr reichen. Überschattet wurde das Spiel vom widerlichen Gebaren der Gladbacher Ultras mit den Schmähungen gegen den Förderer von 1899, Dietmar Hoff.

Köln
Der 1. FC Köln hatte das 1:4 gegen den FC Bayern München am 22. Ligatag überraschend gut verkraftet. Er landete zur Freude seiner getreuen Freunde in der Lippstädter Region, Karl-Heinz Rickmann (Bad Waldliesborn) und Reinhold Schomacher (Wadersloh), einen unerwarteten Triumph von 5:0 bei Hertha BSC. Während der Effzeh seine Position um den Klassenerhalt erheblich verbessern konnte, steht dem Hauptstadtclub nach dem albernen Intermezzo mit dem Kurzzeit-Trainer Jürgen Klinsmann jetzt ein arger Existenzkampf bevor.