Glückwunsch an den FC Bayern München

Veröffentlicht am 

 von 

 in 

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Nach zwei vergeblichen Anläufen hat es nun beim dritten Versuch geklappt: Der FC Bayern München konnte sieben Tage vor dem Ende der Bundesligaspielzeit 2015/16 beim 2:1 in Ingolstadt vorzeitig seine anvisierte vierte Meisterschaft in Folge unter Dach und Fach bringen und seinen insgesamt 26. Titelgewinn einheimsen. Noch nicht entschieden ist, wer die bereits vor einigen Wochen abgestiegene Crew von Hannover ins Unterhaus zu begleiten hat. Besonders schwer dürfte es Stuttgart haben, das innerhalb einer Woche gegen Bremen und Mainz zwei Niederlagen hinnehmen musste.

Für ihn wird Pep Guardiola als der Unvollendete in die Geschichte des FC Bayern München eingehen: Dies meint der Chronist der Lippstädter OPTIMISTEN, Hans Zaremba, der in seinem Bundesligakommentar die drei Jahre des Katalanen an der Säbener Straße in München analysiert.

München

Der wiederholte Gewinn der Schale verschaffte dem erfolgsverwöhnten Branchenführer zwei neue Rekorde. Dafür gebührt ihm der Glückwunsch des Beobachters. Doch richtig glücklich über diesen bemerkenswerten Erfolg scheinen die Münchener nicht zu sein. Dafür war ihr Ausscheiden im Halbfinale der Champions League gegen Atlético Madrid zu bitter, obwohl sie im Heimmatch eine gute Partie abgeliefert haben. Durch das 0:1 in der spanischen Hauptstadt und das 2:1 in der Arena von Fröttmaning verfehlte Pep Guardiola in seiner dritten (und letzten) Saison als Betreuer von Bayern München zum dritten Mal das angestrebte Finale um den Pokal der europäischen Königsklasse und somit das eigentliche Saisonziel der Verantwortlichen an der Säbener Straße in München mit dem aus Lippstadt gebürtigen Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzenden. Trotz seiner drei deutschen Meistertitel wird der Katalane als der Unvollendete in die ruhmreiche Geschichte des FC Bayern München eingehen. Jupp Heynckes, der 2013 nach dem Triple dem jetzt zu Manchester City wechselnden Trainer weichen musste, bleibt bis auf weiteres unerreicht.

Dortmund

Der BVB, der überraschend bei Eintracht Frankfurt mit 0:1 verlor, wird die Liga mit dem zweiten Rang abschließen. Für die schwarzgelbe Anhängerschaft in der Region und bei den Lippstädter „Optimisten“ keine Überraschung. Dortmund legte nach dem Wechsel von Jürgen Klopp zu Thomas Tuchel als Übungsleiter seiner Profis eine verblüffend starke Saison hin und war seit etlichen Spieltagen von dieser gesicherten Position für den Start im lukrativen Champions-League-Wettbewerb 2016/17 nicht mehr zu verdrängen. Durch einen Sieg im DFB-Pokal gegen München am 21. Mai könnte der BVB seine guten Leistungen im jetzt zu Ende gehenden Fußballjahr 2015/16 krönen. Für die Hessen, die den Westfalen drei fest einkalkulierte Punkte abnehmen konnten, hat sich die Berufung von Niko Kovac anstelle des glücklosen Armin Veh als Cheftrainer ausgezahlt. Diese Personalentscheidung ist sicherlich auch ein Verdienst des jetzt in den Ruhestand gehenden Vorstandsbosses der Frankfurter, Heribert Bruchhagen, der vielen heimischen Fans noch als Spieler bei den benachbarten Vereinen TSG Harsewinkel sowie DJK und FC Gütersloh in Erinnerung ist.

Gelsenkirchen

Durch ihr 1:1 gegen Augsburg verspielten die Knappen ihre letzte Chance auf einen möglichen Start in der Champions League. Unruhig ist es bekanntlich Schalker Markt oft. Das haben viele Manager – wie der jetzt scheidende Horst Heldt – und Fußballlehrer – zuletzt auch André Breitenreiter – erfahren. Doch diesmal richtete sich der Verdruss der Gefolgschaft gegen den im nahen Rheda-Wiedenbrück als Unternehmer hauptberuflich tätigen königsblauen Aufsichtsratschefs Clemens Tönnies. Für manchen Getreuen des seit Jahren der Meisterschaft hinterher laufenden Vorstandvereins scheint die Geduld mit dem umstrittenen Funktionär, der sich am 26. Juni der Wiederwahl stellen muss, vorbei zu sein.

Mönchengladbach

Was die Blauen nicht schafften, haben die Mönche so gut wie sicher: Die Qualifikationsrunde für die Champions League. Für die Borussia vom Niederrhein ein enormes Resultat, da sie zum Saisonauftakt fünf Spiele vergeigte und sich ihr Coach Lucien Favre davon machte.