Zehn Jahre OPTIMISTEN in Lippstadt

2007

Mit Weidenfeller, ohne Ricken

Ansage von Thomas Doll bei einem Fantreffen in Dortmund

Dass die treuen Anhänger von Borussia Dortmund mit den Leistungen ihrer Crew in der noch jungen Bundesligaspielzeit 2007/08 alles andere als zufrieden waren, wurde im Herbst 2007 – trotz des 2:1 Erfolges über die Nachbarn aus Bochum – auf den Rängen und verstärkt auf der Südtribüne im ehemaligen Westfalenstadion offensichtlich. Auch bei der am Dienstag, 9. Oktober 2007, durchgeführten Tagung der schwarzgelben Fanclubs wurde der Groll der Gefolgschaft des Traditionsvereins über das untaugliche Auftreten der gut dotierten Kicker im Gedankenaustausch mit den BVB-Verantwortlichen und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erneut vorgetragen.

Treffen im Oktober 2007.Der Lippstädter Chefoptimist Bernhard Scholl und der damalige Dortmunder Trainer Thomas Doll.

Kritische Worte

Überaus kritische Worte (“Bei einem solchem phantastischen Umfeld dürfen sich die Spieler nicht kampflos ergeben”) waren von Thomas Doll zu hören, als er sich der Debatte der angereisten Freunde aus den vielen örtlichen Gemeinschaften der Borussia (unter ihnen auch die Lippstädter OPTIMISTEN mit dem Vorsitzenden Bernhard Scholl) stellte. Gegenüber den Fans, die häufig mit großem zeitlichen und finanziellen Aufwand ihren Verein auch zu den Auswärtsspielen begleiteten, bestehe ohne Wenn und Aber die Verpflichtung, sich erheblich besser zu präsentieren und zu engagieren, unterstrich der in der DDR aufgewachsene bis zum Frühjahr in Hamburg tätige Sportlehrer. Während nicht wenige BVB-Anhänger für einen Wechsel auf der Torwartposition von Roman Weidenfeller zu Marc Ziegler plädierten, will der Übungsleiter der Borussia aber am Stammkeeper festhalten. Vielmehr habe er Torwarttrainer Teddy de Beer beauftragt, durch zusätzliche Einheiten die spielerischen Fähigkeiten des Mannes zwischen den Pfosten zu verbessern. Unterstützung für das Bekenntnis zur Nummer Eins im Gehäuse der Schwarzgelben erhielt der Coach vom Chef der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, Hans-Joachim Watzke, der ebenso eine Lanze für den nach dem Spiel gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen für drei Begegnungen gesperrten und wieder in die Mannschaft zurückgekehrten Torhüter brach.