Bundesligakommentar

Dortmund siegt in Leverkusen

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Es war ein Spektakel, was Leverkusen und Dortmund beim 3:4 am vierten Spieltag boten. Am Ende konnte der BVB nach drei Rückständen mit Blick auf den Wettbewerb um die Schale einen wichtigen Dreier einsacken. Auch der Titelverteidiger hatte nach seinem 4:1 in Leipzig viel zu jubeln. Spitzenreiter bleibt vorerst der VfL Wolfsburg, der nach dem 2:0 in Fürth mit 12 Zählern aus seinen vier Auftritten die Rangfolge anführt.

Bezeichnete das Match zwischen Leverkusen und Dortmund als Spektakel: Der Bundesligakommentar des Chronisten der Lippstädter BVB-freunde, Hans Zaremba, mit einem Blick auf die Spitzengruppe und den Abstiegskampf.

Wolfsburg

Nach dem Auswechseldebakel beim Pokalspiel in Münster wurden die Wölfe von Konkurrenz und den Medien noch mit viel Häme überzogen. Unterdessen haben sich die Männer aus der Autostadt vom Außenseiter zum möglichen Geheimfavoriten in der aktuellen Bundesliga-Spielzeit entwickelt. Fraglos ein Ergebnis der wirksamen Kooperation des Ex-Bayern-Kapitäns Mark van Bommel als Chef-Trainer mit dem Sportgeschäftsführer Jörg Schmadtke. 

München

Durch den klaren Erfolg von 4:1 des FC Bayern beim vermeintlichen Mitbewerber um den Titel, RB Leipzig, sind die Sachsen vorerst aus dem Blick der Anwärter herausgerutscht. Nur drei Punkte aus den bisherigen vier Begegnungen reichen nicht aus, um sich gegen Wolfsburg, München und Dortmund effektvoll in Szene setzen zu können. Offenbar haben die „Brausemänner“ bisher die Abgänge an die Isar (Trainer Julian Nagelsmann, Sport-Psychologe Dr. Maximilian Pelka, Abwehrchef Dayot Upamecano und Kapitän Marcel Sabitzer) noch nicht verkraftet. Für den Beobachter hat der Branchenführer beim Vizemeister der Saison 2020/21 von neuem gezeigt, dass er fortgesetzt Hunger auf die Trophäe hat. Doch der Anmerkung des Bayern-Profi Thomas Müller war nach dem Auftritt der Münchener deutlich reservierter: „Jetzt über die Meisterschaft zu reden, ist nicht der richtige Zeitpunkt.“

Dortmund

Die „Tagesschau“ in der ARD  bewertete nach dem Schlusspfiff in Leverkusen das Match des BVB bei der Werkself als „das bisher wohl beste und unterhaltsamste Spiel“ in der noch jungen 59. Auflage der Bundesliga. Eine durchaus passende Benotung, die auch von vielen Mitgliedern des Lippstädter BVB-Fanclubs „Optimisten“ nach dem Sieg der Borussia geteilt wurde. Aber es waren wieder drei Gegentore, die Dortmund hinnehmen musste. Nun sind es bereits neun Treffer, die von der Hintermannschaft der von Marco Rose betreuten Auswahl in nur vier Aufläufen nicht verhindert werden konnten. Der im Juli aus Mönchengladbach ins Revier gekommene Coach muss dringlich die Abwehr der von ihm formierten Mannschaft stärken, wenn er mit Borussia Dortmund aussichtsvoll in der oberen Etage mitspielen will.

Bochum

Das hatte sich Bochum bestimmt einfacher vorgestellt. Statt einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren, musste sich der VfL gegen Hertha BSC vor heimischer Kulisse mit 1:3 geschlagen geben. Während die Kicker in den blauen Trikots nach dem Ende im Ruhrstadion eine gebeugte Haltung annahmen, waren die Rot aufgetretenen Profis aus der Hauptstadt über den Auswärtserfolg begeistert. Der Dreier der Charlottenburger bei den Westfalen war insbesondere der Lohn für die gewiefte Taktik ihres Übungsleiters Pal Dardai.

Bielefeld

Ebenso endete für Bielefeld der vierte Spieltag mit einer Ernüchterung. Mit dem 1:3 in Mönchengladbach und lediglich drei Punkte auf der Habenseite befindet sich die Crew aus der Leineweberstadt weiterhin akut im Abstiegskampf. Auch das emsige Verteidigen half der Arminia nicht. Zwei Tore ihres Spielführers Lars Stindl verschafften den Niederrheinern den Sieg gegen die Ostwestfalen. Für den Sportlehrer Adi Hütter ein enorm wichtiger Gewinn.