Bitterer Rückschlag für Köln

BITTERER RÜCKSCHLAG FÜR KÖLN

Das Rennen um die deutsche Meisterschaft des Jahres 2020 bleibt auch nach dem 22. Spieltag in der Bundesliga spannend. Weiterhin liefern sich die Vereine aus München (4:1 in Köln) und Leipzig (3:0 gegen Bremen) einen interessanten Zweikampf. Ob allerdings auch noch die Borussen aus Dortmund und Mönchengladbach in diesem Wettbewerb wirkungsvoll eingreifen können, werden die Wochen bis Ostern zeigen.

Nach zwei Schlappen endlich wieder drei Punkte für den BVB: Der Chronist der Lippstädter Anhänger von Borussia Dortmund, Hans Zaremba, blickt in seinem Bundesligakommentar auch auf die derzeitige Verfassung der Schwarz-Gelben.

Köln
Dank einer stürmischen Anfangsphase haben die Bayern am Sonntag in Köln die passende Antwort auf die Siege der Verfolger am Samstag und Freitag gegeben. Damit nimmt der Titelverteidiger nun mit 46 Zählern vor dem Herausforderer aus Leipzig (45 Punkte) erneut den ersten Rang in der Tabelle ein. Offensichtlich kam der im November in München verfügte Trainerwechsel von Niko Kovac auf Hansi Flick noch zum richtigen Zeitpunkt. Für die Kölner und ihre Sympathisanten Karl-Heinz Rickmann aus Bad Waldliesborn sowie Reinhold Schomacher aus Wadersloh war die Klatsche gegen Rekordmeister ein bitterer Rückschlag im Ringen um den Klassenerhalt nach der vorjährigen Rückkehr ins Oberhaus.

Dortmund
Nach zwei Schlappen ist Borussia Dortmund zurück in der Erfolgsspur. Gegen eine harmlose Eintracht Frankfurt siegte der BVB zur Freude seiner Fans – von denen auch wieder etliche Lippstädter „Optimisten“ das Match ihres Clubs im einstigen Westfalenstadion begleiteten – deutlich. Richtigen Aufschluss über die tatsächliche Stärke der vom verunsicherten Coach Lucien Favre betreuten Equipe vermittelte diese Begegnung jedoch nicht, da die zuletzt anfällige Abwehr durch die schwache Offensive der Hessen kaum ernsthaft gefordert wurde.

Gelsenkirchen
Die Knappen haben in der Konkurrenz um einen Europacup-Platz mit dem torlosen Unentschieden in Mainz abermals wertvolle Punkte nicht einsacken können. Für die Gelsenkirchener war es am Sonntag bereits das neunte Remis in dieser Bundesligasaison und das vierte Spiel in Folge ohne einen Dreier. Der Elan aus der Hinrunde scheint beim Traditionsverein aus dem Revier zum Verdruss seiner Anhänger in Lippstadt („Graf Bernhard“) und Wadersloh („Füchse“) verflogen zu sein. Wenn sich nicht bald wieder Siege für die Blauen einstellen, wird wieder die berüchtigte Unruhe am Schalker Markt eintreten.

Paderborn
Mit seinem unvermittelten Rücktritt hatte der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann vier Tage vor dem Treffen des SC Paderborn 07 gegen Hertha BSC die von ihm erst im November als Übungsleiter übernommenen Berliner Blau-Weißen in eine schwere Krise gestürzt. Doch davon konnten die Paderborner am vergangenen Wochenende nicht profitieren. Auch im Kellerduell mit dem Hauptstadtclub mussten die Männer aus dem Hochstift mit dem 1:2 wieder eine betrübliche Niederlage einstecken. Der Weg, noch dem drohenden zweiten Bundesligaabstieg zu entgehen, wird für die Blau-Schwarzen von Woche zu Woche zu einem immer schwierigeren – und schon fast aussichtlosem – Unterfangen.

Mönchengladbach
Als Ende Januar in Düsseldorf die Entlassung ihres Trainers Friedhelm Funkel die Runde machte, haben viele Beobachter diese Entscheidung der Bosse in der Landeshauptstadt nicht verstanden. Die Zwischenbilanz von Uwe Rösler als Nachfolger auf dem Stuhl Fortuna-Betreuers ist alles andere als erfolgversprechend. Die deutliche Niederlage der Düsseldorfer gegen die Mönchgladbacher mit 1:4 vor heimischer Kulisse besagt viel zum gegenwärtigem Leistungsvermögen von Fortuna Düsseldorf, dagegen untermauerten die Fohlen vom Niederrhein ihre Ansprüche auf einen Startplatz in der Champions-League-Runde 2020/21.