Eine gute Gelegenheit, um über sich hinauszuwachsen

Von Boris Rupert (Dortmund) mit Fotos aus dem Fundus von Hans Zaremba (Lippstadt)

Die Bayern müssen kurzfristig auf Javi Martinez und Arjen Robben verzichten, bei den Borussen stehen Marco Reus und Sebastian Rode doch noch nicht zur Verfügung. Sollten sich die “dicken Fragezeichen” hinter Raphael Guerreiro womöglich in Wohlgefallen auflösen, könnte man zumindest in der Rubrik “kurzfristige Ausfälle” von Waffengleichheit sprechen.

Freuen sich auf den Klassiker am heutigen Samstag im Dortmunder Fußballtempel: Oliver Weiß und Bernhard Scholl von den Lippstädter OPTIMISTEN.

Persönlichkeiten

Während die Bayern bislang einigermaßen gesund durch das erste Drittel der Saison gekommen sind, mussten die Borussen improvisieren und hofften leider vergeblich, nach der dritten und bis März vorerst letzten Länderspiel-Unterbrechung einen Neustart personeller Art hinlegen zu können. “Wir sehnen uns die fehlenden Spieler und die Breite im Kader herbei, wir brauchen diese Persönlichkeiten zurück”, betonte Thomas Tuchel und fragte sich – angesprochen auf den aktuellen Sechs-Punkte-Rückstand auf den Tabellenführer – ob die Ausbeute von 18 Punkten aus zehn Spielen (Rang fünf) nicht sogar das Optimum bedeuten könne angesichts von “vier eingesetzten A-Jugendspielern” (Passlack, Pulisic, Larsen, Burnic).

Wollen Punkte ihres BVB gegen die Bayern sehen: Kai Kohst, Suanne Lemke und Katja Markushin von den Lippstädter OPTIMISTEN.

Emotionalität

Nach längeren Pausen spielen Marcel Schmelzer und André Schürrle morgen Abend das erste Mal von Beginn an, und das in einem Spiel, “das uns alle abprüft auf dem höchsten Niveau”, so Tuchel: “Das ist eine gute Gelegenheit, um über sich hinauszuwachsen.” Und weiter: “Es ist Fußball, es ist alles möglich. Wir sind in einer Phase, in der uns viele Dinge nicht zufliegen, wir müssen uns vieles erarbeiten.” Das sei aber “nicht schlimm in einem Spiel gegen Bayern München, das wir nicht rein taktisch und technisch bestreiten können. Wir brauchen eine dritte Ebene, wir brauchen Emotionalität, Aggressivität im Verteidigen, Aktivität im Handeln – und wir brauchen viel Mut. Das ist der Schlüssel für das Spiel, der das Publikum auf unsere Seite bringen wird. Über diese Ebene können wir es schaffen, den Bayern technisch und taktisch Paroli zu bieten”. In Kürze jedenfalls kehren Reus und Rode zurück, sind Schürrle und Schmelzer wieder im Rhythmus. “Momentan”, sagt Tuchel, “leben wir von der Hand im Mund. Unser Anspruch ist es aber dennoch, uns vorne festzubeißen, den Anschluss nicht zu verlieren und spätestens in der Rückrunde über mehr Konstanz eine längere Serie zu starten.”

Wollen heute eine Revanche für die Niederlage im DFB-Pokalfinale in Berlin: Ein Teil der Lippstädter schwarzgelben Anhänger mit Oliver Weiß, ihrem Delegationsleiter und in der Bildmitte im dunklen Shirt, vor der Gedächtniskirche, dem traditionellen Versammlungsort der Sympathisanten von Borussia Dortmund bei den Pokalendspielen in der Hauptstadt, die im Mai 2016 beim Match im Berliner Olympiastadion zugegen waren.

Erläuterungen der optimistischen Redaktion

Der obige Text ist der Homepage von Borussia Dortmund entnommen und mit Fotos aus dem Archiv des Chronisten der Lippstädter BVB-Freunde in Lippstadt, OPTIMISTEN, illustriert worden.