Ausgabe 1/2011

Einwurf

Warum Borussia Dortmund Meister wird

Anmerkungen zum Lauf und den Perspektiven des BVB in der Bundesliga

Nach den Spielen von Borussia Dortmund gegen Stuttgart (1:1), Gelsenkirchen (0:0) und in Kaiserslautern (1:1) wurde von nicht wenigen Beobachtern des Fußballs schon geunkt, dass dem BVB mehr oder weniger die Puste ausgehe. Sicherlich haben die von Jürgen Klopp betreuten Männer in der Rückrunde ihre Chancen nicht konsequent genug verwertet. Gleichwohl führen sie nach dem 22. Spieltag mit zehn Punkten vor Leverkusen und dreizehn Zählern vor München souverän die Tabelle der Bundesliga an. Unabhängig wie die Heimpartie gegen die Kiezkicker aus Hamburg ausgeht, Spitzenreiter bleibt auch nach dem 23. Durchgang weiterhin die Dortmunder Borussia.

Stärke

Diese Konstellation belegt die gegenwärtige Stärke des BVB in der Bundesliga. Die siebte Meisterschaft in der Geschichte dieses traditionsreichen Vereins können die jungen Akteure der Schwarzgelben eigentlich nur noch selbst vertändeln. Weder die Werksauswahl vom Rhein noch der Rekordmeister von der Isar werden in der Lage sein, aus eigener Kraft Borussia Dortmund auf dem Weg zum Titelgewinn noch aufzuhalten. Dafür ist der Vorsprung zu groß. Zudem spielt die Leverkusener Equipe von Jupp Heynckes trotz ihres 3:0 in Frankfurt nicht beständig genug. In der Münchener Mannschaft von Louis van Gaal scheint wegen der einsamen Entscheidungen ihres Übungsleiters mit der Rückstufung des Keepers Jörg Butt und die Abschiebung des Kapitäns Mark van Bommel zum AC Mailand der Betriebsfrieden gestört zu sein. Das 4:0 gegen Hoffenheim lässt auch keinen wirklichen Rückschluss auf das tatsächliche Leistungsvermögen des Titelverteidigers von der Isar zu.

Anerkennung für Jürgen Klopp. Von den OPTIMISTEN mit Hans Zaremba und Bernhard Scholl.

Optimismus

Die Dortmunder haben während der gesamten Spielzeit konstant gute Leistungen gezeigt. Auffällig war ihre Serie mit 15 Spielen ohne Niederlage in der Hinrunde, während alle Konkurrenten von Leverkusen über München und Hannover bis Mainz immer wieder Hänger hatten. Dies alles festigt den berechtigten Optimismus eines OPTIMISTEN auf einen erfolgreichen Saisonabschluss seines Vereins. Unabhängig von diesem Lauf wird dem Trainer von Borussia Dortmund, Jürgen Klopp, viel Arbeit bleiben, um die ihm anvertrauten Herren auf dem Boden der Tatsachen zu halten. Die Verlockerungen außerhalb des Spielfeldes sind groß. Bislang ist es dem Coach gelungen, die Balance zu halten. Dafür gebührt ihm eine hohe Anerkennung.

Hans Zaremba

Wegen desRedaktionsschlusses dieser Ausgabe – 17. Februar 2011 – konnte das Ergebnis von Borussia Dortmund gegen den FC St. Pauli nicht mehr berücksichtigt werden.