Der 30. Spieltag der 63. Auflage der Bundesliga hat in der Geschichte des Fußballs ein neues Kapitel begründet. Zum ersten Mal stand mit Marie-Louise Eta eine Übungsleiterin einer Männermannschaft in den fünf europäischen Top-Ligen an der Seitenlinie. Obwohl der 1. FC Union Berlin seine Begegnung gegen den VfL Wolfsburg mit 1:2 verlor, zeigten die von der Frau formierten Köpenicker eine starke Leistung mit deutlich mehr Torchancen gegenüber den Gästen vom Mittellandkanal. Doch zwei perfekte Buden der vom früheren Lippstädter Jugendspieler Dieter Hecking aufgebotenen Grünweißen führten zum unglücklichen Einstand der Berliner Trainerin.
Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Das meint der Chronist der Lippstädter BVB-Freunde, Hans Zaremba, in seiner Kolumne zum 30. Spieltag.
Wolfsburg
Für die Niedersachsen war das 2:1 ein enorm wichtiger Dreier, auch vor dem Restprogramm der Männer aus der Autostadt. Mit Blick auf den Relegationsrang kann es nach dem Sieg des VfL und dem Unentschieden von 1:1 der Kiezkicker vom Hamburger Millerntor im Treffen mit dem 1. FC Köln der Abstiegskampf noch einmal richtig spannend werden. Der unerwartete Erfolg der Wolfsburger könnte für sie die angestrebte Initialzündung für die letzten fünf Runden bis zum Ende der Saison 2025/26 am Samstag, 16. Mai, gewesen sein.
Bremen
Von großer Rivalität ist stets der Klassiker zwischen dem SV Werder Bremen und Hamburger SV geprägt. Während die Rothosen nach einer relativ starken Zwischenphase zuletzt wieder in der Tabelle abgerutscht sind, lief es für den Bundesligisten von der Weser am vergangenen Spieltag tadellos. Mit 3:1 gewann Bremen das 158. Pflichtspiel des viel beachteten Nordderbys souverän. Nun liegen die hanseatischen Clubs mit 31 Punkten dicht beieinander, können aber noch auf den letzten Metern vom Abstiegsstrudel erfasst werden.
Dortmund
Zwei Handelfmeter gegen Dortmund entschieden den Auftritt der Schwarz-Gelben bei der TSG 1899 Hoffenheim. Mit 1:2 erlitten die Borussen zum Verdruss ihrer treuen Fans – auch bei den Lippstädter „Optimisten“ – die zweite Niederlage in Folge. Wesentlich überzeugender wirkte hingegen bei seinem Besuch im ZDF-Sportstudio der BVB-Verteidiger Waldemar Anton. Im Interview mit der Moderatorin vermittelte der einst bei Hannover 96 entdeckte heutige Nationalspieler spannende Einblicke in das Geschehen im Profifußball. Zurück zur Dortmunder Mannschaft: Wenn die eigentlich schon eingekofferte Vizemeisterschaft für den langjährigen Bundesliga-Zweiten nicht noch in Gefahr geraten soll, sollten die von Niko Kovac begleiteten Kicker am letzten April-Sonntag daheim gegen Freiburg drei Punkte holen.
München
Von der fehlenden Dortmunder Konstanz hat einmal mehr München profitiert. Wer zweimal in einer Saison dem Branchenführer unterliegt (2:3 vor eigener Kulisse und 1:2 in Fröttmanig), hat handfeste Antworten auf seine vermeintlichen Titelträume erhalten. Ganz zu schweigen von den mehreren Unentschieden, durch die der BVB leichtfertig Siege vergeigte. Das alles soll den Erfolg der Bayern mit ihrer 35. Meisterschaft nicht schmälern. München war Dortmund und den anderen Verfolgern bei Weitem überlegen. Durch das 4:2 gegen Stuttgart konnte sich das Ensemble von der Isar vorzeitig den Titel sichern. Ein Erfolg für den Coach Vincent Kompany, der im Juli 2024 seinen Job an der Säbener Straße antrat und nun zweimal mit den Bayern die Schale gewinnen konnte. Seine Anstellung war nach den Selbstdarstellern Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel eine förderliche Entscheidung der Erben der vormalige Bosse und jetzigen Aufsichtsräte Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge.
