Mit dem ehedem bei Borussia Lippstadt als Jugendspieler aktiven Dieter Hecking hat der arg gefährdete VfL Wolfsburg bereits den dritten Übungsleiter in der aktuellen Saison verpflichtet. Der 61 Jahre alte Coach soll das bewirken, woran seine Vorgänger Paul Simonis und Daniel Bauer zu scheitern drohten: den Erhalt des Oberhauses. In der Autostadt ist der in Castrop-Rauxel geborene einstige Bundesliga-Profi kein Unbekannter. Von 2013 bis 2016 erlebten die Wolfsburger mit ihm eine der erfolgsreichsten Zeiten in ihrer jüngeren Vereinsgeschichte: Die Vizemeisterschaft in Spielzeit 2014/15 und in 2015 gegen Borussia Dortmund mit 3:1 den DFB-Pokal sowie im Vergleich mit Bayern München durch ein 5:4 im Elfmeterschießen den Supercup.
Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Das ein Aspekt in der jüngsten Ausgabe der Bundesligakolumne aus der Feder des Chronisten der Lippstädter BVB-Anhängerinnen und -Anhänger, Hans Zaremba.
Wolfsburg
Folglich verbindet der in 1997 in die Bundesliga aufgestiegene VfL mit seinem Rückkehrer auf die Trainer-Bank viele Erwartungen. Beim Comeback-Start ist ihm nach drei vorherigen Schlappen der Wölfe bei der TSG 1899 Hoffenheim ein Unentschieden (1:1) gelungen. Dazu meinte der wieder in Wolfsburg angedockte und ausgebildete Polizeimeister gegenüber der ARD-Sportschau: „Wir wollten keinen offenen Schlagabtausch. Wir haben gut verteidigt. Aber wir wissen auch, dass wir selbst in den kommenden Wochen aktiver werden müssen.“
Hamburg
Womöglich schaffen es die Fußballer aus Niedersachsen, noch die Kiezkicker von der Reeperbahn einzuholen. Der Rückschlag des Kultclubs von 0:2 in Mönchengladbach gibt Anlass für diese Spekulation. Indessen konnte der Lokalrivale aus der Freien und Hansestadt, der HSV, mit Köln im Match der letztjährigen Aufsteiger ein 1:1 erreichen. Während das Remis für den Effzeh die sechste sieglose Partie in Serie war und die Krise in der Domstadt verschärft hat, können die Rothosen mit dem Punkt besser leben. Als Zehnter liegen sie sechs Zähler vor dem FC St. Pauli. Nun muss die Crew von Merlin Polzin in der samstäglichen Spätbegegnung vor der Länderspielpause bei Borussia Dortmund auflaufen.
Dortmund
Für diesen Auftritt haben sich die Schwarz-Gelben mit dem von viel Spielfreude erreichten Dreier gegen Augsburg empfohlen. Die von Niko Kovac berufene Formation holte vor einer stattlichen Zahl aus der Lippstädter BVB-Gemeinde von den „Optimisten“ ein hochverdientes 2:0. Borussia Dortmund, für die es in dieser Saison nach dem Aus im DFB-Pokal und in der europäischen Königsklasse nur darum geht, den zweiten Platz hinter Bayern München abzusichern, konnte somit die Verfolger auf Distanz halten. Und die Fuggerstädter mit ihrem Impresario Manuel Baum bleiben bei 31 Punkten vorerst auf dem neunten Rang. Zudem erlebte der Tag im früheren Westfalenstadion eine Novität in der Bundesliga-Historie: Mit Nico Schlotterbeck (Dortmund) und Keven Schlotterbeck (Augsburg) führten erstmals zwei Brüder ihre Teams im unmittelbaren Duell als Kapitäne auf den Rasen.
Bremen
Werder Bremen hatte nach seinen zwei Erfolgen gegen Heidenheim (2:0) und bei Union Berlin (4:1) in der Begegnung mit Mainz auf einen dritten Sieg gesetzt. Stattdessen ist die Heimpleite der Hanseaten mit dem 0:2 im Zweikampf mit dem unmittelbaren Konkurrenten aus Rheinhessen um den Klassenerhalt ein herber Dämpfer für die von Daniel Thioune aufgebotene Auswahl. Der erhoffte Aufschwung nach dem Wechsel des Betreuers scheint an der Weser schon wieder verpufft zu sein. Mit lediglich 25 Zählern liegen die Grünweißen gerade mal einen Punkt über den Relegationsrang 16 und dem FC St. Pauli aus Hamburg.
