Viele Jahre war eine Partie zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen absolut ein Klassiker. Sowohl in den glorreichen Zeiten der einstigen Oberliga Nord vor dem Start der Bundesliga als auch nach ihrem Beginn. Im 1963 eröffneten Oberhaus konnten beide Vereine wiederholt Titel gewinnen. Hamburg in 1979, 1982 und 1983 dreimal als Meister, Bremen viermal: 1965, 1988, 1993 und 2004. In der aktuellen Saison befinden sich die Clubs aus den Hansestädten nur oberhalb der Abstiegszone.
Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Sie greift der Chronist der Lippstädter BVB-Freunde, Hans Zaremba, in seiner Kolumne zum 13. Spieltag der 63. Bundesliga auf.
Hamburger SV
Vor diesem Hintergrund fand am zweiten Advent die Begegnung der Rothosen von Elbe und Alster mit den Grünweißen von der Weser in Hamburg statt. Es war übrigens das erste Bundesliga-Nordderby nach siebenjähriger Abwesenheit des HSV in der Beletage. Das zunächst langweilige Duell der ewigen Rivalen wurde aber zum Ende noch richtig spannend. Schließlich konnten sich die Hamburger mit einen knappen 3:2 gegen die Bremer verdient durchsetzen. Gegenwärtig trennt sie lediglich ein Punkt in der Tabelle, wo Werder mit 16 Zählern den elften Rang einnimmt und der HSV mit 15 Punkten auf der 13. Position steht.
St. Pauli
Noch schwieriger ist die Lage des lokalen HSV-Kontrahenten von der Reeperbahn auf dem 17. Platz mit schlappen acht Zählern, obwohl die Kiezkicker am Nikolaustag beim Effzeh in Köln ein 1:1 schafften. Wenn der Aufsteiger aus dem Frühjahr 2024 nicht bald wieder in die Spur kommt, droht ihm unweigerlich der Abstieg im Mai 2026. Nicht immer wird den Kickern vom Millerntor das Glück hold sein, wie in Köln in der Nachspielzeit noch ein Tor zu erzielen.
Heidenheim
Hingegen konnte der 1. FC Heidenheim im umkämpften Baden-Württemberg-Vergleich mit dem SC Freiburg einen wichtigen Dreier im Ringen um den Klassenerhalt einsacken. Es war das zweite Mal in Folge, dass die Fußballer aus der Stadt an der Brenz durch einen Treffer in der Nachspielzeit zum Erfolg kamen. „Ich würde gerne darauf verzichten, dass wir immer einem Rückstand hinterherlaufen müssen“, meinte der FCH-Übungsleiter Frank Schmidt nach dem Schlusspfiff gegenüber dem Reporter der ARD und fügte hinzu: „Es macht Spaß, die Mannschaft so zu sehen, so zu arbeiten, so zu kämpfen, so miteinander zu spielen.“
Mainz
Obschon der 1. FSV Mainz 05 gegen Borussia Mönchengladbach viel an Aufwand betrieb, musste er aber durch ein Eigentor eine ärgerliche Niederlage hinnehmen. Nach nunmehr neun sieglosen Auftritten zog der Tabellenletzte die Reißleine und verpflichtete für den zuvor entlassenen dänischen Betreuer Bo Henriksen den Schweizer Urs Fischer für die Seitenlinie.
Dortmund
Nach der unterhalb der Woche erlittenen bitteren Pleite im DFB-Vereinspokal (0:1 vor heimischer Kulisse gegen die Werkself aus Leverkusen) kam der BVB 09 am letzten Sonntagabend im Treffen mit Hoffenheim zum eindrucksvollen 2:0-Sieg im früheren Westfalenstadion. Wiederum war in der erneut ausverkauften Arena an der Strobelallee eine Delegation der Lippstädter „Optimisten“ zugegen. Vor dem Anstoß konnten auf dem Dortmunder Rasen für sie als Repräsentanten das Vorstandsmitglied Peter Schriewersmann gemeinsam mit dem ehemaligen Vorsitzenden Bernhard Scholl, von den Verantwortlichen von Borussia Dortmund die offizielle Auszeichnung für das in diesem Mai von der örtlichen BVB-Gemeinschaft begangene Silberjubiläum entgegennehmen.
