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Mitteilungen für die Öffentlichkeit

Dortmund setzt ein Zeichen [09.08.2019]

Kommentar nach dem Supercup von Hans Zaremba

Spätestens nach der vollmundigen Ankündigung „Wir wollen Meister werden“ des BVB-Vorstandsvorsitzenden Hans-Joachim Watzke mit Blick auf die am Freitag, 16. August, beginnende neue Bundesligaspielzeit, schauen die Beobachter noch stärker auf die Borussia aus Dortmund und ihre Chancen in der Saison 2019/20. Mit dem 2:0 im Supercup gegen den Rekordchampion von der Isar konnte die vom Trainer Lucien Favre formierte Mannschaft zur Saison-Ouvertüre ein erstes Ausrufezeichen setzen.


Erwartungen in die Dortmunder Borussia groß: Der Chronist der OPTIMISTEN, Hans Zaremba, der in seinem Kommentar nach dem Supercup den Sieg des BVB 09 gegen den FC Bayern München analysiert.

Erwartungen in Dortmund

Es war zweifellos ein wichtiger Sieg der Dortmunder, weil eine Begegnung gegen den Branchenführer im deutschen Fußball stets eine spezielle Brisanz beinhaltet. „Wir nehmen diesen Titel gerne mit, weil er uns Schwung bringt“, bewertete Sebastian Kehl, der Boss der Lizenzspieler-Abteilung der Borussia, den Ausgang des Treffens um den Supercup im mit 81.365 Zuschauern ausverkauften ehemaligen Westfalenstadion. Mit diesem Befund traf der frühere Kapitän des BVB auch das Empfinden und die Erwartungen vieler Anhänger von Borussia Dortmund in der Region und bei den Lippstädter „Optimisten“, die nach sieben Meistertiteln in Folge für die Bayern endlich die Schale im Revier sehen wollen. Eigentlich ist der Supercup vollkommen bedeutungslos. Ein Muster ohne Wert, auch wenn das Spiel im Fernsehen weltweit zu betrachten war. Gleichwohl ist ein Match zwischen dem Münchener Rekordmeister und seinem Dortmunder Herausforderer direkt vor dem Start der neuen Bundesligarunde so etwas wie ein Kräftemessen. Ein Abtasten, wer von den beiden derzeit stärksten Bundesligateams mit mehr Stolz in die 57. Auflage der deutschen Eliteliga geht. Für den nach einigen seltsamen Entscheidungen in der vergangenen Saison in die Kritik geratenen Dortmunder Übungsleiter ist der Erfolg im Supercup auch eine persönliche Genugtuung. Niemand kann nun noch behaupten, der Schweizer könne in Deutschland keine Titel gewinnen. Die Fans in der Arena des BVB 09 dankten es ihm mit Ovationen.

Konflikte in München

Gezeigt hat das erste Abtasten zwischen den Alphatieren der Bundesliga auch die gegenwärtigen sportlichen Knacknüsse beim FC Bayern München, der nach dem Abgang der Flügelzange mit Franck Ribéry und Arjen Robben auf dem Transfermarkt bislang nicht jene Erfolge vorweisen kann, von denen sein Vormann Uli Hoeneß im Frühjahr noch geprahlt hat. Unabhängig, ob Leroy Azis Sané demnächst für München am Ball ist oder nicht, ist augenscheinlich beim Doublegewinner das Betriebsklima belastet. Das entfaltete nach der Niederlage seiner Elf beim BVB auch das Statement des Bayern-Goalgetters Robert Lewandowski in der Mixed-Zone im Stadion an der Strobelallee in Dortmund: 'Ich denke, man konnte heute sehen, dass man manchmal einfach Spieler auf der Bank braucht, die sofort helfen oder einen Impuls geben können.“ Auch die Zukunft des Coachs Niko Kovač in München bleibt angesichts dieser Vorgänge ungewiss. Überhaupt scheinen sich bei den Bayern viele Probleme und Konflikte angehäuft zu haben, die in gewissen Abständen durch unterschiedliche Einschätzungen ihres Präsidenten Uli Hoeneß und des aus Lippstadt stammenden Vorsitzenden des Vorstandes, Karl-Heinz Rummenigge, in die Öffentlichkeit gelangen. Der momentan in den Medien spekulierte Rückzug des Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden aus der Club-Spitze offenbart auch, dass seine Rückkehr in die Chefetage in der Säbener Straße nach dem vom Landgericht in München wegen nachgewiesener Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro angeordneten Zwangsaufenthalt in der Justizvollzugsanstalt in Landsberg eine Fehlentscheidung war. Denn während der Abwesenheit des einstigen Nationalspielers und späteren Managers Hoeneß in der Zentrale des Abonnement-Meisters müssen sich dort um den Ex-Lippstädter Rummenigge neue Hierarchien entwickelt haben, die mit jetzt dem erwarteten Abschied des Bayern-Patrons die wohl seit vielen Jahren gravierendste Veränderung auf der Brücke beim deutschen Topverein bewirken dürfte.

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