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Mitteilungen für die Öffentlichkeit

Wohin führt der Weg von Paderborn? [31.07.2018]

Anmerkungen von Hans Zaremba

Wenn an diesem Sonntag in Paderborn das Liborifest 2018 zu Ende geht, startet der SC Paderborn 07 beim SV Darmstadt 98 sein Comeback in der zweiten Bundesliga. Neben dem einstigen Erstligisten aus dem nahen Hochstift haben sich nun auch so renommierte Vereine - wie der Hamburger SV und der 1. FC Köln, die im Mai die Beletage des Fußballs verlassen mussten - im Unterhaus zu beweisen. Doch für die Betrachter der Szene und Fans stellt sich die Frage: Wohin führt der Weg des SCP 07?


Paderborn am Sonntag, 11. Mai 2014: Damals war der Jubel in der Domstadt über den überraschenden Aufstieg des SC Paderborn 07 in die Bundesliga groß. Nicht minder haben sich die Fußballfreunde im Hochstift und in der Region im Mai 2018 über die Rückkehr der Schwarz-Blauen in die Zweite Liga gefreut. Archiv-Foto: Hans Zaremba

Reizvolle Begegnungen

Für die Fußballer aus Paderborn dürfte ein Verbleiben in der zweiten Liga wegen der starken Konkurrenz zu einer beträchtlichen Herausforderung werden. Es sind nicht nur die Hamburger und Kölner, die einen Wiederaufstieg in die Bundesliga ansteuern und dabei infolge ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten auf erfahrende Kicker zurückgreifen können. Auch andere Clubs - wie die westfälischen Rivalen Arminia Bielefeld und VfL Bochum - sind starke Mitbewerber auf die reflektierten „Plätze an der Sonne“. Ebenso streben die norddeutschen Ligisten - FC St. Pauli und Holstein Kiel - einen Rang im oberen Stockwerk der Zweiten Bundesliga an. Diese spannende Konstellation eröffnet den Fußballfreunden aus den heimischen Gefilden den Besuch vieler reizvoller Begegnungen in dem vor zehn Jahren mit einem Spiel zwischen dem SC Paderborn 07 und Borussia Dortmund (1:2) eröffneten 15.000 Zuschauer fassenden Stadion in der ostwestfälischen Universitätsstadt.

Rascher Niedergang

Manche Fußballfans in Lippstadt und im Umkreis erinnern sich noch an den überraschenden Bundesliga-Aufstieg der Paderstädter im Mai 2014. Damals war natürlich die Freude über diesen bislang einzigartigen Coup des aus mehreren Fusionen gebildeten SCP 07 groß. Nicht nur in der Domstadt, sondern auch bei vielen Anhängern des Sports mit dem runden Leder im Umfeld des Hochstifts. Doch nach einem Jahr war auf dem Hauptbahnhof in Paderborn das Schild „Bundesligastadt“ schon wieder zu entfernen. Trotz einiger ansehnlicher Resultate reichte es im Frühjahr 2015 nicht zum Bundesliga-Erhalt. Und es folgte ein rascher Niedergang mit vielen Rückschlägen. Nach dem Erstliga-Aus im Mai 2015 wurde der SCP 07 auch in der zweiten Liga durchgereicht und stieg direkt in die dritte Liga ab. Selbst dort spielte man nur um den Klassenerhalt - eigentlich erfolglos. Lediglich der Zwangsabstieg vom TSV 1860 München bewahrte die Domstädter im vergangenen Sommer vor dem bitteren Gang in die viertklassige Regionalliga West. Nicht von ungefähr erwarteten damals schon einige forsche Fußballfreaks in Lippstadt baldige Derbys zwischen den Schwarz-Blauen von der Pader und den Schwarz-Roten von der Lippe, was durch dem in diesem Jahr vollzogenen Aufstieg des SV Lippstadt 08 in die Regionalliga durchaus möglich gewesen wäre.

Schnelle Erholung

Zur Verblüffung vieler Beobachter und Freude der Verehrer des SCP 07 erholte sich der Verein relativ schnell und konnte die Spielzeit 2017/18 mit einem achtbaren zweiten Rang abschließen. Damit war nach 2009 zum zweiten Mal in der Geschichte des Vereins die Rückkehr in die zweite Bundesliga perfekt. Dieser sportliche Erfolg der Männer aus der Bischofsstadt ist gewiss auch ein Verdienst ihres Coachs Steffen Baumgart. Durch seine konzentrierte Arbeit hat es der gebürtige Rostocker verstanden, nach dem Bundesliga-Aufstieg mit André Breitenreiter in 2014 vier Jahre später mit der Renaissance in die zweite Liga in Paderborn erneut ein Fußballmärchen zu realisieren. Gegenüber dem absoluten Reinfall mit Stefan Effenberg auf der Trainerbank in der Saison 2015/16 ist der ehemalige Mittelstürmer von Hansa Rostock für den Sportclub zu einem echten Glücksgriff geworden.

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