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Eine nur kurze Vorbereitung [08.01.2018]

Notizen zur Bundesliga von Hans Zaremba

Mit dem an am Wochenende anberaumten Start in den zweiten Teil der 55. Auflage der Bundesliga endet eine der kürzesten Winterpausen in der Beletage des deutschen Fußballs. Vor drei Jahrzehnten dauerte die Unterbrechung zwischen Hin- und Rückrunde im Oberhaus noch zweieinhalb Monate. In der aktuellen Saison sind es gerade mal vier Wochen, wo sich die Teams mit ihren Betreuern auf die jetzt bevorstehenden Partien in der Konkurrenz ihrer Ziele (Meisterschaft, Qualifizierung für die Champions League und Europa League sowie Klassenerhalt) vorbereiten konnten.


Blick auf den Start der zweiten Hälfte in der aktuellen Bundesligasaison: Der Chronist der Lippstädter OPTIMISTEN, Hans Zaremba, beschreibt den engen Zeitkorridor zwischen Hin- und Rückrunde im Fußballoberhaus.

Zeitdruck

In 1986/97 und 1987/88 warteten die Fans noch 76 Tage auf die Fortsetzung der Liga, da über eine Rasenheizung nur die wenigsten Stadien verfügten. Ebenso sollte der Freiluftsport nicht länger auf Eis- und Schneeböden ausgetragen werden. Das hatte damals die Verantwortlichen veranlasst, in der Winterpause einen DFB-Hallenpokal in den Terminkalender aufzunehmen. Doch wegen der erhöhten Verletzungsgefahr ihrer Kicker nahmen viele Spitzenvereine das Angebot nicht wahr. Unterdessen haben Fifa und Uefa mit der Ausweitung der in ihrer Regie befindlichen Begegnungen den nationalen Ligen zunehmend die Luft zu Atmen genommen. Im Sommer 2018 erhöht nicht allein die WM in Russland den riesigen Zeitdruck, sondern die neuen Fernsehverträge erlauben der Bundesliga nur noch zwei „englische Wochen“. Somit werden bereits am zweiten Januar-Wochenende wieder Spiele ausgetragen, zumal es der Profifußball in Deutschland nur widerwillig sieht, wie die englische Premier League ihre weltweite Präsenz mit ihrem Alleinstellungsmerkmal über die Feiertage noch mehr ausbaut.

Spagat

Zwangsläufig müssen die deutschen Vereine den Spagat proben. Auch für erfahrene Sportlehrer eine schwierige Aufgabe. Bei ein bis zwei Testspielen ist es kaum möglich, neue Taktiken einzustudieren oder die in der verkürzten Winterpause geholten neuen Männer behutsam in das bestehende Gefüge einzugliedern. Da ist die Frage des Chefcoachs der Bayern, Jupp Heynckes („Was haben wir denn für eine Vorbereitung?“), gewiss berechtigt. Für den Branchenprimus liegen zwischen dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den BVB (20. Dezember) und dem Eröffnungsspiel der Ligarückrunde in Leverkusen (12. Januar) ganze 22 Tage. „Das war kein Urlaub, das war ein Wimpernschlag der Regeneration“, meinte der Senior der Bundesligatrainer vor dem Abflug seines Teams in das Wüstenemirat Katar. Hier hatte der Titelverteidiger zum achten Mal sein Camp aufgeschlagen. Die häufig geäußerten Rügen wegen der Menschenrechtslage im Golfstaat irritierten die Bayern allerdings nicht.

Herausforderung

Andere Ligisten - die lange die türkische Rivera bevorzugten, sie nun aus politischen Gründen meiden - bereiteten sich auf die zweite Saison-Hälfte auf der liberischen Halbinsel vor. Dort - in Marbella - hatte Borussia Dortmund sein Quartier gefunden. Zuversichtlich blickte der durch den im Mai 2017 verfügten Rauswurf von Thomas Tuchel und dem gescheiterten Engagement von Peter Bosz in die Kritik gerutschte Hans-Joachim Watzke auf das Trainingslager an der andalusischen Küste. „Ich habe positive Erwartungen, weil wir wieder eine Reihe mehr Spieler dabei haben“, betonte der aus dem sauerländischen Marsberg stammende Vorstandschef der Schwarzgelben und erinnerte die Profis an das erklärte Saisonziel: „Wir wollen wieder die direkte Champions-League-Qualifikation.“ Der BVB-Boss setzt nun seine Hoffnung auf den neuen Übungsleiter Peter Stöger, der noch vor Weihnachten die Dortmunder nach zwischenzeitlich acht sieglosen Bundesligaauftritten in Folge übernommen hatte und jetzt zwangsläufig vor großen Herausforderungen steht.

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