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Bundesligakommentar

Dortmunder Pleite, Münchener Remis [29.04.2019]

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Borussia Dortmund hat im hochemotionalen 176. Revierderby vermutlich den wohl entscheidenden Rückschlag im packenden Titelkampf in der aktuellen Saison der Bundesliga hinnehmen müssen. Die Crew von Trainer Lucien Favre unterlag vor eigener Kulisse in doppelter Unterzahl Schalke 04 mit 2:4. Während für Schwarzgelb damit vielleicht die Meisterschaft gelaufen sein dürfte, konnten sich die Knappen mit dem unerwarteten Sieg beim Erzrivalen aus ihren größten Nöten befreien. Neu war bei diesem Derby die bisher einmalige Kooperation der öffentlich-rechtlichen ARD mit dem Bezahlsender Sky, parallel ein Bundesligaspiel zu übertragen. Für viele Fußballfreunde ein Gewinn, der aber bei manchen Sky-Abonnenten Fragen hervorrief.


Sieht nur noch eine minimale Chance für den BVB 09 bei der Titelvergabe in 2019: Der Chronist der OPTIMISTEN, Hans Zaremba, der in seiner wöchentliche Kolumne diesmal die Lage an der Spitze analysiert.

Gelsenkirchen

Was Borussia Dortmund nun gegen den FC Schalke am 31. Spieltag erlitt, mussten vor elf Jahren - am Samstag, 12. Mai 2007 - die Königsblauen mit ihrem 0:2 im Fußballtempel an der Dortmunder Strobelallee im Wettbewerb um die Meisterschaft erdulden. Durch die damalige Niederlage war für die Knappen in 2007 der Traum vom ersten Bundesligatitel vorbei. Für die Schalker Sympathisanten in Lippstadt („Graf Bernhard“) und Wadersloh („Füchse“) ist der epochale Derbysieg in 2019 somit eine späte Genugtuung für die einst erlebte Schmach. Bei aller Freude über das aktuelle 4:2 der von Huub Stevens formierten Equipe, sollten die Bosse am Schalker Markt schleunigst in die Wirklichkeit zurückkehren. Sich mit 30 Punkten aus 31 Begegnungen zufrieden zu geben, wird nicht den Ansprüchen des Vorortclubs gerecht. Das findet auch der vor einigen Wochen berufene Sportvorstand in Gelsenkirchen, Jochen Schneider, der diesen Zwischenstand als „ein Desaster“ bezeichnete.

Dortmund

Die Pleite im Ruhrklassiker war eine heftige Ohrfeige für die BVB-Anhänger in der Region und bei den Lippstädter „Optimisten“, von denen wieder viele mit ihrem Vorsitzenden Oliver Weiß zu den Zeugen des denkwürdigen Nachmittags im einstigen Westfalenstadion zählten. Wenn man die Ursachen des denkbaren Scheiterns des BVB im Wettlauf um die Meisterschaft 2019 analysiert, waren es nicht nur vier Gegentreffer und zwei rote Karten gegen die Blauen. Die gesamte Rückrunde war für die Dortmunder durchwachsen. Wenn eine Mannschaft mit einem Vorsprung von sechs Punkten in die Weihnachtspause geht und in der zweiten Halbserie die Kontinuität verliert, darf sie sich über die Entwicklung nicht wundern. Wenig beglückt war der Vorstandsvorsitzende der Borussia, Hans-Joachim Watzke, über das voreilige Eingeständnis seines Übungsleiters „Der Titel ist verspielt“ und widersprach seinem leitenden Angestellten mit einer heftigen Replik: „Wir geben erst dann auf, wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist. Das ist unsere Verpflichtung den Fans gegenüber.' Eine begreifliche Reaktion des aus dem Sauerland stammenden BVB-Chefs, die er noch vor der überraschenden sonntäglichen Remis der Bayern in Nürnberg kundgab.

München

So wenig wie die Experten in Dortmund von einer Niederlage gegen Gelsenkirchen ausgingen, so verblüfft waren andere vom Dämpfer der Münchener beim fränkischen Abstiegskandidaten. Der Favorit kam an der Pegnitz nicht über ein 1:1 hinaus. Fast wäre die schwache Leistung des Branchenführers im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg sogar noch eine Schlappe der Bayern geworden. Doch kurz vor dem Abpfiff vergeigten die Cluberer einen Elfer. Selbstkritisch war die Einschätzung des Coachs des Titelverteidigers nach dem Schlusspfiff. „Die Atmosphäre war gut, die Nürnberger haben das gut gemacht und 90 Minuten leidenschaftlich Fußball gespielt und auch verteidigt', meinte Bayerns Trainer Niko Kovac und fügte hinzu: 'Wir haben heute nicht so gut gespielt und haben am Ende Glück, dass der Elfmeter nicht reingeht. Wir hätten uns heute im Titelrennen einen Matchball erspielen können.“ So bleibt jetzt doch noch etwas an Spannung um die Vergabe der von Bayern München und Borussia Dortmund in diesem Jahr begehrten Meisterschale erhalten.

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