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Bundesligakommentar

Die Tragik des Mario Götze [17.09.2018]

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Drei Spiele und noch keinen einzigen Punkt eingesackt. Das ist die dürftige Ausbeute von Leverkusen und Schalke nach ihren ersten drei Begegnungen in der aktuellen Bundesligaspielzeit. Folglich ist die Stimmung bei den Verantwortlichen im Rheinland und in Westfalen sowie der treuen Fans der Werkself und Knappen derzeit reserviert. Doch überlagert wurde der jüngste Ligatag im Oberhaus von den brutalen Fouls in München, wo die Bayern gleich zwei schwerverletzte Akteure auswechseln mussten.


Sieht in Mario Götze ein tragische Figur: Mit den Perspektiven des einstigen Supertalentes von Borussia Dortmund sich der Chronist des Lippstädter BVB-Fanclubs, Hans Zaremba, in seinen Anmerkungen zum dritten Spieltag der 56. Auflage der Fußballbundesliga auseinander.

München

Die Fußballer aus der Chemiestadt haben mit ihrem Auftritt an der Isar den schlechtesten Saisonstart in ihrer Klubgeschichte vollendet. Das 1:3 des von Heiko Herrlich aufgebotenen Teams in Fröttmaning hat auch die Diskussion um den Coach der rheinischen Kicker neu entfacht. Der Titelverteidiger musste für seinen dritten Sieg in der noch jungen 56. Auflage der Fußballbundesliga einen hohen Preis entrichten. Der Mittelfeldspieler aus der französischen Weltmeisterequipe, Corentin Tolisso (Kreuzband- und Außenmeniskusriss), und der brasilianische Abwehrrecke Rafinha, bürgerlich Marcio Rafael Ferreira de Souza (Teilriss des Innenbandes), werden nach den unbeherrschten Grobheiten der Leverkusener für einige Zeit ausfallen. Trotz dieser bösen Regelverstöße der Gäste war der fünfte Sieg der Bayern im fünften Pflichtspiel mit dem zum 1. Juli geholten Trainer Niko Kovac nie in Gefahr.

Schalke

Wenn der Manager der Knappen, Christian Heidel, auch nach dem 1:2 bei den Borussen in Mönchengladbach nicht müde wird, Jobbekundungen für den jungen Übungsleiter Domenico Tedesco auszusprechen, zählen auch für den königsblauen Trainer am Ende nur Siege. Nach drei Schlappen in Serie und dem vorletzten Platz in der Tabelle ist man am Schalker Markt von einem Erfolgserlebnis gegenwärtig noch sehr weit entfernt. Das beunruhigt auch die Sympathisanten des letzten Vizemeisters bei den „Füchsen“ in Wadersloh und beim „Graf Bernhard“ in Lippstadt, zumal nun als nächste Aufgabe der Branchenführer von der Isar auf dem Berger Feld in Erle aufläuft und zu allem Überfluss naht im Anschluss auch noch die erste „englische Woche“ in Ligarunde 2018/19. Zusätzlich stehen für den FC Schalke 04 in der Champions League weitere Belastungen auf dem dicht gefüllten Zettel.

Dortmund

Dagegen hat der Erzrivale aus dem Revier, Borussia Dortmund, mit seinem neuen Mann an der Seitenlinie, Lucien Favre, einen ausgezeichneten Start erwischt. Zwei Siege und ein Remis sind die Ausbeute, über die sich auch BVB-Begleiter von den Lippstädter „Optimisten“ beim Besuch im vormaligen Westfalenstadion gefreut haben. Zur tragischen Figur wird mehr und mehr das einstige Dortmunder Supertalent Mario Götze. Bereits zum dritten Mal musste der 26jährige tatenlos auf dem unliebsamen Platz auf der Bank verweilen. Zum 3:1 konnte der Siegtorschütze des WM-Endspiels in 2014 von Rio nichts hinzusteuern. Ähnlich wie die anderen Rückkehrer zum BVB, Shinji Kagawa (2014 nach seinem zweijährigen Ausflug zu Manchester United) und der jetzt zum SV Werder Bremen transferierte Nuri Sahin (2013 nach seinen Stationen bei Real Madrid und beim FC Liverpool), konnte der von 2013 bis 2016 beim FC Bayern München gewesene 63fache Nationalspieler in Dortmund nicht mehr an seine früheren hervorragenden Leistungen im schwarzgelben Sportanzug anknüpfen.

Düsseldorf

Einen wichtigen Sieg holte der Neuling aus der Landeshauptstadt mit dem 2:1 in seiner Heimpartie gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Durch den Dreier hat die vom Urgestein der Bundesliga, Friedhelm Funkel, eingestellte Fortuna enormes Selbstvertrauen gewinnen können. Dennoch muss Düsseldorf weiter auf der Hut bleiben. Was die Liga von einem Novizen verlangt, wissen nicht nur die Funktionäre am Rhein nach fünf Abstiegen aus der Beletage des Fußballs, sondern auch ihr in vielen Überlebenskämpfen erprobter Sportlehrer.

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